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Eröffnet am 25.01.2004
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Wissenswertes über die Vogelwelt
Dieser Teil der Homepage ist den kleinen und großen gefiederten Freunde gewidmet. Leider
wird der Lebensraum, insbesondere der kleineren Vögel, durch verschiedene Umstände, wie beispielsweise die wachsende Bebauung
oder die immer weiter fortschreitende Versiegelung von Bodenflächen, immer weiter eingeengt. Auch die größeren Greife haben es
da nicht einfacher. Durch die stetig wachsende Verunreinigung der Natur, wird auch ihnen die Lebensgrundlage entzogen. Selbst
vor Vergiftung schrecken einige nicht zurück. Der Bestand einiger Vogelarten nimmt immer weiter ab und viele der heimischen
Vögel finden sich recht schnell auf der "roten Liste" wieder. Das war unter anderem auch der Grund für die Einführung der Wahl
des "Vogels des Jahres" den der seid 1971 jährlich kürt. Der Wanderfalke war der erste Preisträger der Geschichte.
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Sind kleine und schlanke Greifvögel mit einem zahnförmigen Haken im Oberschnabel. Sie
besitzen einen langen Schwanz und spitze Flügel. Falken sind in der Lage gewandt und sehr schnell zu fliegen. Weiterhin sind
sie in der Lage die Thermik auszunutzen und auf Beutejagd ohne Flügelschlag praktisch in der Luft zu stehen (Rüttelflug).
Falken ernähren sich von kleinen Wirbeltiern und teilweise auf von Insekten. Einige von Ihnen schlagen ihre Beute auch in der
Luft (Siehe auch Wanderfalke). Weltweit gibt es etwa 60 verschiedene Arten. Davon sind vier Arten in Deutschland beheimatet,
nämlich Baumfalken, Turmfalken und Wanderfalken. Eine Beschreibung dieser vier Arten folgt im Anschluß.
Der Baumfalke (Falco subbuteo)
(Quelle egge-weser-digital)
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Sind kleine "schnittige" Falken. Wegen ihrer spitzen sichelförmigen Flügel sind sie
Mauerseglern recht ähnlich. Einzig ihre Größe unterscheidet sie von ihnen. Sie werden 28-36 cm groß.Ihre Spannweite
beträgt 72-84 cm. Ihre Lebensdauer beträgt etwa 11 Jahre. Sie haben so gute Augen, das sie ein 12 mm großes Tier noch
auf eine Entfernung von 100 metern klar sehen und erkennen können. Sie ernähren sich hauptsächlich von Libellen oder
anderen Insekten, die sie im Flug fangen. Sie jagen aber auch Schwalben, aber keine größeren Vögel. Allerdings stehen
Fledermäuse noch auf ihrem Speisezettel Als Jagdgebiet bevorzugen sie den Waldrand oder Gewässernähe. Auch an Waldschneisen
sind sie zu finden. Sie folgen ihren Beutetieren in den Wintermonaten sogar ins warme afrikanische Winterquartier. Ihre
Färbung ist dunkel graubraun mit weißen Wangen. An der Unterseite sind sie längstgestreift. Zu den Krallen hin hat er
eine rote Färbung. Jungvögeln fehlt die typische rötliche Färbung an den Krallenansätzen. Er baut selber kein Nest,
sondern brütet in alten verlassenen Krähennestern. Das Gelege besteht aus 2-4 Eiern. Die Brutdauer beträgt etwa 28
Tage und beginnt Ende Mai bis Anfang Juni. Die Nestlingszeit beträgt ähnlich wie beim Turmfalken 30-36 Tage.
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Der Merlin (Falco columbarius)
(Quelle wolf-ridge.org)
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Ist mit seinen 23-33 cm die kleinste europäische Falkenart.Ihre Spannweite beträgt bei
Weibchen etwa 50 cm. Bei Männchen ist sie mit 46 cm etwas geringer. Weltweit gibt es etwa 10 verschiedene Rassen von
Merlinen.In freier Wildbahn werden sie etwa 10 Jahre alt. Sie jagen vorwiegend am Tag. Ihre Beutetiere bestehen
hauptsächlich aus Kleinvögeln, wie Finken, Ammern, Drosseln und Pieper. Aber auch Schwalben, Lerchen, Stare und
Limikolen erbeuten sie während des Zuges und im Überwinterungsgebiet. Ähnlich wie die Wanderfalken schlagen und fangen
sie ihre Beutetiere in der Luft. Zu einem geringen Teil besteht ihre Nahrung auch aus Mäusen, Lemmingen und Spitzmäusen.
Die Färbung der Männchen ist oberseits blaugrau und unterseits rostfarben. Die Weibchen und Jungen dagegen sind
oberseits bräunlich und unterseits rostfarben gefärbt. Am Kopf haben beide einen undeutlichen Bartstreif und eine
längstgestreifte Brust. Sie brüten vorwiegend in offenem mit wenig Bäumen bestandenem Gelände. Sie ziehen
Moorgebieten, Tundren, Dünenlandschaften und Bergregionen dafür vor, brüten aber auch in lichten Waldgebieten und
Randzonen dichter Wälder. Sie bauen keine eigenen Horste, sondern legen ihre Gelege von 4-5 Eiern in Bodenmulden ab.
Selten übernehmen sie auch vorjährige Horste anderer Greife, oder verlassener Krähennester. Die Brutperiode beginnt etwa
im Mai.Das Weibchen brütet etwa 28-32 Tage die Eier aus. Die anschließende Nestlingszeit beträgt 25-27 Tage.
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Der Turmfalke (Falco tinnunculus)
(Quelle tierenzyklopaedie)
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Sind mittelgroß mit langen Flügeln und Schwanz. Sie werden zwischen 33-38 cm groß und
haben eine Spannweite von 75 cm. Ihre Lebensdauer beträgt zwischen 15 und 20 Jahre, je nachdem ob in freier Natur oder
in Gefangenschaft. Sie sitzen häufig auf Pfosten, Masten oder Bäumen. Turmfalken sind ausschließliche Bodenjäger.
Hauptsächlich sind Mäuse, aber auch Insekten, Eidechsen, Frösche und Jungvögel seine Beutetiere. In Notzeiten finden sich
aber auch Regenwürmer auf seiner Speisekarte. In Ausnahmefällen schlagen sie, wie der Wanderfalke auch, kleinere
Vogelarten in der Luft.Bei der Jagd über freiem Feld kann man oft den sogenannten Rüttelflug beobachten. Hierbei richtet
sich der Greif gegen den Wind und steht förmlich in der Luft. Die Färbung des Männchens ist rötlich mit schwarzen
Flecken. Das Weibchen ist größer und von brauner Färbung mit schwarzer Bänderung und Streifung. Ebenso wie der
Baumfalke, baut der Turmfalke kein eigenes Nest, sondern brütet in verlassenen Nestern von zumeist größeren Vögeln, z.B.
Krähen, in Mauernieschen von Gebäuden und in speziellen Falkenkästen. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern, die von Ende
April bis Mitte Mai gelegt und vornehmlich vom Weibchen etwa 28-30 Tage bebrütet werden. Die anschließende Nestlingszeit
beträgt etwa 30-36 Tage, wobei sich beide Elternteile um den Nachwuchs kümmern.
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Der Wanderfalke (Falco peregrinus)
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Weltweit gibt es 17 verschiedene Rassen. Sie besitzen lange spitze Flügel und einen
recht kurzen Schwanz. Wanderfalken werden zwischen 38 und 51 Zentimeter lang. Das Weibchen ist dabei größer und schwerer
als das Männchen. Die Spannweite beträgt bei Weibchen etwa 105-114 cm und bei Männchen etwa 80-100 cm. Ihre Lebensdauer
beträgt zwischen 18 und 20 Jahre, je nachdem ob in freier Natur oder in Gefangenschaft. Sie nisten fast ausschließlich
an Felswänden. In der heutigen Zeit findet man sie aber auch selten in den Städten. Sie brüten dann an z.B. Kirchtürmen,
der als Ersatz für die Felswand dient. Sie sind die schnellsten unter den Falken. So erreicht er im Sturzflug bis zu 300
km/h. Ihre Färbung ist graubraun bis schiefergrau. Ihre Unterseite ist hell, dünn gebändert gefärbt. Der Kopf weißt
charakteristischen kräftigen dunklen "Bartstreifen" auf. Jungvögel sind deutlich dunkler und bräunlicher. Ihre
Beutetiere sind zumeist Vögel bis Tauben- oder Drosselgröße, aber auch andere Vögel mittlerer Größe wie Krähen, Häher,
Kiebitze und Kuckuck. Diese schlägt er häufig im Sturzflug. Er greift seine Beute zumeist erst beim zweiten Anflug, wobei
er sie, beim ersten nur verletzt, meist durch den Aufprall mit seinen Krallen in der Luft. Das Gelege besteht meist
aus 3-4 Eiern. Die Brutdauer beträgt etwa 28-30 Tage und beginnt Ende Februar bis Mitte März. Die Nestlingszeit beträgt
etwa 35-42 Tage. Das Männchen schafft während der ersten 20 Tage die Beute heran. Die Wanderfalken waren jahrelang
vom aussterben bedroht, sind aber nach den ersten Schutzerfolgen "nur" noch stark gefährdet.
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